Es begann mit einer Sense

Die SAHLI AG ist der grösste Arbeitgeber in Knonau

Rund 42'000 Produkte im Bereich Agrar-Technik bietet die SAHLI AG an. Geschäftsführer Claudio Buvoli vereint bewusst Tradition und Innovation. Besonders stolz ist er auf den neuen Online-Shop. Das sich stetig vergrössernde Angebot braucht immer mehr Lagerfläche.

Der Maschinenmechaniker und Schmied Emil Sahli-Kummer war ein Tüftler. Er konstruierte 1919 eine völlig neue Sense, individuell verstellbar und einklappbar - und begründete damit die Erfolgsgeschichte der SAHLI AG, die heute rund 60 Mitarbeitende beschäftigt und 42'000 Landmaschinenteile und landwirtschaftliche Geräte vertreibt. Das Familienunternehmen sprengt mit dem Wachstum immer wieder den Rahmen der räumlichen und technischen Möglichkeiten, mit innovativem Denken und proaktivem Handeln findet Claudio Buvoli gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden gute Lösungen.

Unternehmensphilosophie
Claudio Buvoli führt das Unternehmen in der fünften Generation. Vom Vater, der in den frühen 50-er Jahren von Italien in die Schweiz kam und eine Sahli heiratete, erzählt er mit liebevoller Bewunderung: «Er war offen und charmant und konnte die Menschen für sich gewinnen. Er hat das Unternehmen internationalisiert. 2002, nach dem Tod meines Vaters, durfte ich das Unternehmen übernehmen. Ich verdanke ihm eine optimale Ausgangslage.» Claudio Buvoli vereint Leichtigkeit, Offenheit und Charme vom Vater und Schweizer Perfektionismus, Fleiss und Zuverlässigkeit von der Sahli-Seite.

Er sieht sich weniger als Manager, eher als Teamplayer, der die Fäden in den Händen hält und seine Mitarbeitenden ressourcenorientiert einsetzt: «Ich spüre meine Leute, es geht nicht nur um Strategien und Papiere.»

Wachsen und entwickeln
In den Jahren 2016/2017 erweiterte Sahli ihr Sortiment um rund 15'000 Produkte von einem neuen Lieferanten. «Einerseits waren wir bereit für das Wachstum. Anderseits sind wir gut vernetzt und haben einen guten Ruf in der Branche.»

Der Herausforderung kürzester Lieferdauer muss sich Buvoli täglich stellen, denn die dezentralen Lagerorte erschweren die Effizienz der Logistik. Im Dorf Knonau befindet sich der Hauptsitz – die Erweiterungsmöglichkeiten sind längst ausgeschöpft. Im Knonauer Industriegebiet und an weiteren Orten findet man Lager der SAHLI AG. Dies kompliziert die Logistik. Ideal wäre ein einziges Unternehmensgelände mit Logistik und Administration.

Standort Knonau
Grundsätzlich schätzt Buvoli das Knonauer Amt als Wirtschaftsraum sehr, obwohl es betreffend Steuern anderswo günstiger wäre. Er will sein Unternehmen weiterwachsen lassen, mit Hilfe der Informatik Prozesse schlanker machen und seine Mitarbeitenden gezielt einsetzen und fördern.

Buvoli erklärt lachend: «Ich bin wie ein Schneider, der laufend einen Anzug massschneidert, damit er seinem nach allen Seiten wachsenden Besitzer weiterhin passt und keine Nähte gesprengt werden.» Diese Arbeit macht im deutlich Spass. Herausforderung 2017 war der neue Online-Shop, der den Umsatz dank der kundenfreundlichen Nutzungsmöglichkeiten und der Transparenz deutlich erhöhen wird. 2018 steht die Digitalisierung im Zentrum – hier muss das Unternehmen mit der internationalen Konkurrenz mithalten können.

Das Beste machen
Claudio Buvoli lebt seinen Leitsatz: «Ich mache das Beste aus dem, was ist.» Technologisch will er das Unternehmen auf hohem Stand halten. Er sieht sich seinen Kunden gegenüber als Dienstleister, die Kundenzufriedenheit ist sein oberstes Ziel. Sechs Aussendienstmitarbeiter akquirieren, Buvoli selbst besucht Kunden im Tessin. «Ich habe alles von der Pieke auf gelernt. Deshalb kenne und wertschätze ich alle Arbeiten im Unternehmen. Jede Funktion ist am Erfolg des Unternehmens beteiligt».

Es gibt eine heranwachsende sechste Generation. Vater Claudio Buvoli ist überzeugt: «Meine Kinder sollen ihre berufliche Zukunft unbelastet und frei von Erwartungen wählen können.»

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